Sascha mit Mikrofon bei der Premiere in Bremen
©Sascha Thierry Esequiyl Rubel – Premiere in Bremen

Was bedeutet eigentlich das Konzept „autigender“? Wie hängen Autismus, Neurodiversität und Geschlechtlichkeit in unseren Gesellschaften zusammen?
Warum nehme ich nicht-binäre Personen gar nicht im Alltag wahr? Wieso denke ich vielleicht, dass Autist*innen keine „typischen“ Enbies (Nonbinäre), Frauen oder Männer sind? Ist dies vielleicht kein Zufall, sondern hängt mit größeren Strukturen zusammen? Denn wer darf eigentlich in unserer Gesellschaft in eine Geschlechterrolle hineinpassen und wer nicht?

Um diesen Fragen nachzugehen, wollen wir zusammen schauen, warum autigender Menschen sozial ungesehen bleiben. Wir ergründen, was die ,binäre
Geschlechterordnung‘ bedeutet und wie sie historisch mit Unterdrückung von Behinderten und Vormachtstellungen zusammenhängt. In der Austauschrunde dürfen wir unsere Erfahrungen teilen, uns als Betroffene vernetzen und als nicht-Betroffene respektvoll Fragen stellen, um diskriminierungs-kritischer leben zu lernen.

Zielgruppe & Voraussetzungen

Keine Vorkenntnisse sind nötig. Der Vortrag ist für alle Menschen, die dazulernen möchten und für autigender Personen und für ihre Angehörigen.
Der Vortrag erfolgt in deutscher schwerer Lautsprache (keine Leichte Sprache). Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Diese Veranstaltung ist als Vortrag sowie als Workshop buchbar.

Triggerwarnungen & Content notes

Sensibilität ist während der ganzen Veranstaltung eine Priorität. Am Anfang werden systemische Diskriminierung und verschiedene Diskriminierungsformen behandelt. Dies erfolgt, um Problematiken zum Zweck ihrer Überwindung besprechen zu können. Es wird auf Diagnoseprozesse von neurodiversen Menschen eingegangen. Außerdem wird aufgezeigt, wie Personen in Bezug auf ihre Behinderungen im Zusammenhang mit Geschlechtlichkeit beschämt oder als falsch dargestellt werden. Es wird im Redefluss und auf den Folien auf Triggerwarnungen geachtet. Inhalte mit starkem Triggerpotential werden von mir nicht laut vorgelesen (außer eine Person braucht dies, um die Inhalte wahrzunehmen, dann erfolgt dies am Platz oder gesondert).

Ein Kommentar zu „Autigender– Neurodiversität & (Non)binarität“

  1. Avatar von Christian
    Christian

    Ich fand es total toll. Vielen Dank! Das hat für mich eine Erfahrung in Worte gefasst, die ich vorher nicht gut beschreiben konnte.

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